Frisches Obst und Gemüse aus deinem eigenen Garten ist nicht nur sehr gesund, sondern schmeckt auch einfach am Besten.

Du möchtest deine eigenen Lebensmittel anbauen und dich vielleicht sogar komplett damit versorgen? Wir sehen uns an, ob 100%ige Selbstversorgung aus dem Selbstversorger-Garten wirklich machbar und erstrebenswert ist und wie du deinen Selbstversorgergarten planst und pflegst, damit die Ernte reichlich ausfällt!

Ist eine vollständige Lebensmittel-Versorgung aus dem Selbstversorger-Garten möglich?

Auch wenn es positiv ist, dass Themen wie Selbstversorgung und Autarkie voll im Trend sind, ist dennoch ein kritischer Blick gerechtfertigt. Ist es wirklich realistisch und überhaupt erstrebenswert, dass ein “Otto-Normal-Verbraucher” plötzlich auf 100% Selbstversorgung aus dem eigenen Garten umsteigt?

In den Zeiten vor den Supermärkten war es nicht selten so, dass die ganze Familie in die Lebensmittelversorgung eingebunden war, die Jungen haben geerntet und die Älteren haben sich um die Verarbeitung gekümmert. Jeder wurde gebraucht und die Arbeit war hart und mühselig.

Heute wird auf Blogs, Youtube und Magazinen mit Titeln geködert, die versprechen eine Selbstversorgung sei mit 3 Stunden pro Woche durch eine Person möglich. Dazu kommt noch das ganze fehlende Wissen und die Erfahrungen rund ums Gärtnern, die in unserer Gesellschaft kaum noch weitergegeben werden und die erstmal “nachgeholt” werden muss.

Nicht die Erntemenge ist das Problem, sondern die Kaloriendichte

Während es viele pflegeleichte Obst- und Gemüsesorten gibt, sieht das bei den kalorienreichen, pflanzlichen Lebensmitteln schlechter aus.

Theoretisch lassen sich genügend Kalorien aus Obst und Gemüse herstellen wie Ralf Roesberger vom Selbstversorgerkanal zeigt. Aber praktisch wäre das Volumen an Nahrung einfach zu groß, so dass du vielleicht satt wirst, aber nicht genug Kalorien aufnehmen würdest. Es fehlen dann doch die “Kalorienbringer” wie Getreide, Ölsaaten und tierische Produkte, die entsprechend kaloriendicht sind.

Getreide und Ölsaaten lassen sich durch einen Laien nur schwer anbauen, geschweige denn ohne entsprechendes Werkzeug richtig verarbeiten. Ganz gut klappt es hingegen bei Trockenbohnen, Trockenerbsen, Süßmais und Kartoffeln. Auch ein eigener Nussbäume (Walnüsse, Haselnüsse usw.) macht wenig Arbeit und bringt ab einer gewissen Größe reichlich Ernte. Die Auswahl an pflanzlicher, kalorienreicher Nahrung ist also sehr begrenzt.

Wenn du auch Tiere halten möchtest, liefern Eier, Ziegenmilch und Fleisch ebenfalls reichlich Kalorien.

Eine abwechslungsreiche und vor allem befriedigende und zeitsparende Selbstversorgung sieht aber anders aus oder?

Anteilige Selbstversorgung ist realistisch(er)

Deutlich realistischer ist es hingegen einen gewissen Anteil des Lebensmittel-Bedarfs selbst zu versorgen und den Rest einzukaufen.

Viele versorgen sich während der Gartensaison, also April bis September größtenteils selbst mit Obst und Gemüse und kaufen Getreide, Ölsaaten und tierische Produkte ein. Auch die Haltung von Hühnern und Wachteln ist beliebt, weil sie pflegeleicht sind und uns mit frischen Eiern versorgen.

Für den Winter kannst du dein selbst geerntetes Obst und Gemüse durch Einkochen, Fermentieren und Einlegen haltbar machen und so einen Teil deines Obst und Gemüse-Bedarfs auch im Winter selbst decken.

Die Planung

Bevor du mit dem Gärtnern loslegst, solltest du deinen Garten zunächst planen. Denn gerade Garten-Neulinge unterschätzen den Zeit- und Kostenfaktor, den das Anlegen und auch die Pflege eines Selbstversorgergartens mit sich bringen kann.

Folgende Fragen sollen dir bei der Planung helfen:

  • Wie viel Arbeit und Zeit soll und kann in den Garten investiert werden?
  • Was soll angebaut werden?
  • Wie viele Personen werden den Garten nutzen?
  • Wie groß ist die zur Verfügung stehende Anbaufläche?
  • Wie hoch ist das Budget, das für das Anlegen des Gartens ausgegeben werden kann?

Wenn du gerade erst mit dem Gärtner startest, solltest du erstmal mit wenigen Sorten starten und dich dann langsam zu steigern.

Was gehört in den Selbstversorger-Garten?

Neben den Pflanzen selbst und genügend Platz, gehören folgende Dinge in jeden Selbstversorgergarten:

  • Hilfsmittel für die Pflanzen, wie Rankhilfen (z.B. für Tomaten, Paprika, Himbeeren)
  • bei Bedarf ökologische Pflanzenschutzmittel, beispielsweise gegen Blattläuse
  • Ein Komposter, um Pflanzenreste und Küchenabfälle zu hochwertiger Pflanzenerde zu verarbeiten
  • Trittplatten aus Holz oder Stein zwischen den Pflanzenreihen im Beet. Diese ermöglichen dir einen stabilen Stand oder Hocke, während du deinen Garten bearbeitest.
  • Ein Gartenhaus und/oder ein Hochbeet, um die Gartensaison zu verlängern

Deinen Selbstversorgergarten anlegen – Größe, Bodenqualität und Wahl der Anbaupflanzen

Die Größe sowie die Lage sind für einen Selbstversorgergarten entscheidend. Wenn du viele Menschen mit dem Garten versorgen möchtest, brauchst du natürlich einen größeren Garten. Überraschenderweise ist es einfacher ein großes Gemüsebeet zu pflegen als ein kleines Beet. Das liegt daran, dass durch den größeren Platz mehr Vielfalt, mehr Nützlinge, weniger Krankheiten, weniger Schädlinge sowie allgemein weniger Probleme entstehen. Wie in der Natur führt das zu gesunden Pflanzen, einem größeren Ertrag sowie einer besseren Bodenqualität.

Jedoch können auch mehrere, etwas voneinander getrennte Beete Vorteile gegenüber einer großen Fläche haben. Krankheiten sowie Schädlinge breiten sich so nicht ganz flächig aus. Zudem ist es einfacher die Fruchtfolge im Blick zu halten und den Boden entsprechend zu bearbeiten.

Wie groß muss ein Selbstversorger-Garten sein?

Um dich besser orientieren zu können, wieviel Garten du für deine Ziele einplanen musst, haben wir dir hier wichtige Daten zusammengefasst:

  • Für eine komplette Selbstversorgung brauchst du mindestens 80m² Nutzfläche (besser 100m² und mehr) pro Person. Auf einem Hektar Fläche könnten also 10 Personen versorgt werden.
  • Für eine überwiegende Selbstversorgung benötigst du 40 bis 80m² Nutzfläche pro Person.
  • Für eine teilweise Selbstversorgung reicht auch eine kleine Fläche von etwa 20 bis 40m² Gartenfläche pro Person aus und für eine ergänzende Versorgung kommst du mit 10 bis 20m² pro Person aus.

In diesem Video siehst du, was du in einem 6000 qm großem Garten alles anbauen und ernten kannst:

Brauche ich einen speziellen Boden?

Um gesunde Pflanzen und eine große Ernte zu haben brauchst du natürlich einen guten Boden. Um deinen Boden aufzuwerten musst die ihn regelmäßig pflegen.

Um Bio Gemüse anzubauen ist ein eigener Kompost im Selbstversorger Garten eine super alternative zu dem Kunstdünger. Kompost ist ein wertvoller Rohstoff und die wichtigste Quelle von Nährstoffen für alle Pflanzen im Selbstversorger Garten. Hier gilt die Regel: Viel hilft Viel. Genau wie beim Gemüsebeet ist auch ein großer Kompost besser als ein zu kleiner.

Welche Pflanzen sollte ich anbauen?

Es gibt einige Pflanzen die meiner Meinung nach in keinem Selbstversorger Garten fehlen dürfen. Darunter fallen Pflanzen, die viele Früchte tragen. Bei diesen Pflanzen wirst du selbst mit Pflegefehlern am Anfang eine Ernte haben. Wenn alles gut läuft, wirst du sogar so viel eigenes Obst und Gemüse ernten, dass du es gar nicht alles selbst essen kannst und dein Obst und Gemüse an Freunde und Familien verschenken kannst. Glingt gut? Dann hier ein paar Vorschläge:

Gemüse

Zu diesen einsteigerfreundlichen, pflegeleichten Pflanzen zählen insbesondere der Kürbis, Zucchini, Paprika und Tomaten. Der große Vorteil beim Kürbis ist die lange Haltbarkeit und dass er gut gelagert werden kann. Sie lassen sich über Monate lagern außerdem werden sie erst sehr spät im Gartenjahr geerntet. Das macht den Kürbis zu einem Must-have im Selbstversorger-Garten. Pro Person benötigst du ca. 5 bis 15 m²  für den Anbau von Kürbissen, Zucchinis, Tomaten und Paprikas.

Dass Oma Weiß- und Rotkohl angebaut hat ist kein Zufall: Diese Pflanzen bringen einen hohen Ertrag und lassen sich sehr gut über den Winter lagern. Verarbeitet sind diese Kohlarten sogar mehrere Jahre haltbar, beispielsweise als Sauerkraut oder eingekocht. Aber auch Rosenkohl, Grünkohl, Blumenkohl und Wirsing bringen viel Ertrag und dürfen in keinem Gemüsegarten fehlen.

Obst

Für den Nachtisch gehören natürlich auch Obst und süße Früchte in jeden Selbstversorger Garten. Neben Erdbeeren sind Rhabarber und Holunder super Einsteigerpflanzen. Ein Brombeerstrauch ist sehr genügsam und zudem leicht zu pflegen. Er wächst sehr schnell, bringt eine große Ernte und die Früchte schmecken gut.

Wilde Früchte wie Hagebutten, Früchte der Rose, kann man sich in seinem Selbstversorgergarten auch gut zu nutze machen, denn sie benötigen so gut wie keine Pflege. Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Aprikose Pfirsich sind ebenso sinnvoll. Jedoch wachsen sie nur langsam und brauchen viele Jahre bis sie gute Erträge liefern. Dasselbe gilt für Maronen. Eine Esskastanie braucht gut 10 Jahre bis sie viele Früchte abwirft. Bäume sollten deshalb früh gepflanzt werden.

Kräuter

Kräuter anbauen macht nicht satt aber ohne die passende Würze, schmeckt die leckerste Kartoffel fad und langweilig. Daher gehören Kräuter wie Petersilie, Lorbeer, Schnittlauch, Rosmarin, Basilikum und Dill in jeden Selbstversorger Garten.

Aber auch Kräuter wie Minze und Lavendel sind nicht zu unterschätzen. Aus Minze kann man Pefferminzsirup selber machen. Dieser eignet sich um daraus, Tee, Bonbons, Würzsoßen und Limonade zu machen. Aus Salbei kann man tolle Salbei Bonbons selber machen. Aus Lavendel lassen sich zudem sehr gut Kerzen selber machen. Lavendel Duftkerzen sehen nicht nur gut aus und riechen, sie vertreiben zudem auch noch lästige Mücken. Lavendel in ein Säckchen verpackt im Schlafzimmer hilft zudem beim einschlafen und wirkt beruhigend.

Wo stehen Kräuter am besten?

Kräuter bevorzugen wasserdurchlässige, nicht zu nährstoffreiche Erde. Reine Komposterde sollte ca. zur Hälfte mit grobem Sand, lehmartigen Boden oder Rindenhumus gestreckt werden. Auf dem Balkon sollte die Erde etwas nährstoffreicher sein als im Beet. Ansonsten hat es verschiedene Vor- und Nachteile die Kräuter im Beet oder auf dem Balkon anzubauen.

Auf dem Balkon oder auf der Fensterbank sind die Kräuter windgeschützt und gedeihen durch die Wärme, die die Hauswand abgibt, besser. Außerdem verwöhnst du dich mit den herlichen Kräuterdüften!

Wenn du hingegen große Kräuter-Sträucher bevorzugst, wie Salbei, Lavendel, Pfefferminz und Rosmarin ist das freie Beet besser geeignet. Der Vorteil der großen Sträucher ist ihre Robustheit: Hat er erstmal eine gewisse Größe erreicht, ist kaum Pflegeaufwand notwendig und du wirst trotzdem rund ums Jahr mit frischen Kräutern versorgt. Wir empfehlen kleine Kräuterpflanzen auf dem Balkon vorzuziehen und sobald der kleine Topf nicht mehr ausreicht, die Pflanze in das freie Beet auszusetzen.

Mein großer Salbeibusch, der das ganze Jahr über reich trägt

Die Gartensaison verlängern durch Gewächshaus, Folientunnel, Frühbeet & Hochbeete

Durch den Treibhauseffekt in Gewächshäusern und Folientunnel ensteht ein milderes Klima, welches die Pflanzen schneller wachsen lässt und die Gartensaison verlängert. Außerdem steigt die Qualität der Ernte und der Ertrag, weil die Pflanzen vor Regen oder Kälte geschützt werden. Der Pflegeaufwand wird ebenfalls erheblich weniger, denn die Geräte bieten Schutz vor Schädlingen und erleichtert die Bekämpfung von Schnecken. Ein Hochbeet bietet darüber hinaus einen gewissen Frostschutz: Durch die hohe Erdschicht gelangt der Frost im Winter nicht bis zu den Wurzeln der Pflanzen, was eine Ernte bis in das Frühjahr (Dezember/Januar) ermöglicht. Eine sogenannte Frühbeethaube oder Folie ermöglicht den Treibhauseffekt auch im Hochbeet.

Hochbeet mit Folie zum Witterungs- und Frostschutz. Die Stange sorgt für ein leichtes Gefälle, damit sich kein Regenwasser sammelt

Insgesamt kann die Gartensaison dadurch um einige Wochen verlängern, also früher beginnen (Februar/März) und länger ernten (Oktober bis Januar).

Ein Folientunnel eignet sich hervorragend für kleines Obst und Gemüse, wie Feldsalat, Erdbeeren und Salate. Die Pflanzen kannst du in deiner Wohnung vorziehen und anschließend im Folientunnel anpflanzen. Ein Folientunnel ist relativ einfach aufgebaut und günstig in der Anschaffung. Alles was du brauchst ist ein gewöhnliches Beet, ein Bogengerüst und eine Folie, die du darüber spannst. Starken Stürmen hält er im Gegensatz zum Gartenhaus nicht immer stand und die Bewegungsfreiheit ist auch etwas eingeschränkt.

Ein Frühbeet, auch Mini-Gewächshaus genannt, ist vergleichbar mit einem Folientunnel. Er kann auf ein normales Beet „aufgesetzt“ werden.

Ein großes Gewächshaus ist da natürlich preisintensiver. Jedoch bringt es einige Vorteile mit sich: Die Pflanzen lassen sich sehr gut in Töpfen vorziehen, bevor du sie in ein normales Beet setzt. Du kannst im Gewächshaus Pflanzen in Regalen (z.B. Microgreens) oder in ganz normalen Beeten wachsen lassen und hast viel Bewegungsfreiheit.

Ein Hochbeet ist ähnlich wie der Folientunnel relativ günstig in der Anschaffung. Durch seine Höhe bietet er Frostschutz im Winter, weil dieser nicht bis zu den Wurzeln der Pflanzen gelangt. Dadurch können auch Herbst-Kulturen wie Kohlrabi oder andere Kohlsorten angepflanzt werden. Ideal für die Winterbepflanzung im Hochbeet ist Feldsalat geeignet.

Garmix 3 x Palettenrahmen 120 x 80 cm Aufsatzrahmen Hochbeet Gartenbeet

Preis: 46,90 €

2 gebraucht & neu ab 45,60 €

Buchempfehlungen zum Thema Selbstvorgergarten

Das Thema Selbstversorger-Garten ist sehr umfangreich und es gibt viele unterschiedliche Ansätze je nachdem wie viel Platz du hast, ob du in der Stadt, auf dem Land lebst oder sogar einen eigenen Hof besitzt. Ein Nachschlagewerk hilft dir deine Selbstversorgung besser zu planen:

Das große Buch der Selbstversorgung (Dick & James Strawbridge)

Mit diesem Buch erhältst du nicht nur alle Theorien rund um die Selbstversorgung, sondern auch praktische Jahresplaner, Photo-Abbildungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Der Ratgeber ist von einem Vater-Sohn-Duo geschrieben, die sich einem nachhaltigen Leben verschrieben haben und einen Hof in Cornwall betreiben. Es geht nicht nur um den Anbau von Obst und Gemüse sondern auch um Nutztierhaltung, der Haltbarmachung von Lebensmitteln, Naturheilmittel und wie man erneuerbare Energien installiert und nutzt.

Von der grünen Wiese zum Selbstversorger-Garten (Anette Holländer)

Die ausgebildete Samengärtnerin und Naturpädagogin Anette Holländer hält mit ihrem Buch Anbaupläne für jeden Anspruch bereit – vom kleinen Vorgarten bis üppigen Landgarten – mit detaillierten Zeichnungen und Bildern. Nützliche Grundlagen zu Permakultur und biologischem Gärtnern werden anschaulich vermittelt.

Selbstversorgung aus dem Garten – wie man seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet (John Seymour)

Dieses Buch zeigt dir der Ökologe John Seymour,, wie du die Natur verstehen lernst und einen Garten natürlich bearbeitest, um eine reiche Ernte zu erzielen. Von der Planung, Pflanzung und Haltbarmachung der Pflanzen ist alles enthalten was man für einen gelungenen Garten wissen muss. Auch fortgeschrittene Themen wie Wechselanbau, Kompostieren werden erklärt sowie alles was ergänzend wichtig ist: Bau von Zäunen und Schuppen, Kleinviehhaltung, und die optimale Gewächshaus-Nutzung.

365 Tage Permakultur (Rober Elger)

365 Tage Permakultur: Immerwährender Garten-Kalender

Preis: 12,99 €

30 gebraucht & neu ab 12,99 €

Die Permakultur ermöglicht dir Gärtnern, das mit und nicht gegen die Natur arbeitet. Du lernst, welche Pflanzen sich besonders gut “vertragen” und am besten nah beieinander angebaut werden. Die Pflanzen unterstützen sich also gegenseitig im Wachstum und schützen sich vor Schädlingen. Die dauerhaft, funktionierenden Kreisläufen in der Permakultur reduzieren die Gartenarbeit auf ein Minimum!

Gärtner Rober Elger zeigt dir in diesem Ratgeber wie du dich ganzjährig und mit wenig Aufwand durch einen Permakultur-Garten selbst versorgen kannst. Der praktische Kalender zeigt dir was Woche für Woche in deinem Garten anfällt, damit du die wichtigsten Aufgaben zeitsparend erledigen kannst.
Es geht um Themen wie Bewässerung, Kompostierung, ökologische Düngung und Schädlingsbekämpfung und vieles mehr!

Welche Alternativen gibt es zur Selbstversorgung?

Das Ziel von Selbstversorgung ist es unabhängig(er) zu sein und im besten Fall kein Geld mehr für Nahrung oder andere Dinge des täglichen Lebens auszugeben, sondern diesen Bedarf größtenteils oder vollständig selbst zu decken.

Wenn es bei dir vor allem um die Geld-Thematik geht, und du kulinarisch nicht ganz so anspruchsvoll bist, kannst du klassisches Kultur-Obst und -Gemüse einfach größtenteils von deinem Speiseplan streichen und durch Wildkräuter und Sprossen ersetzen und dadurch enorm an Geld und Aufwand sparen.

Letztere enthalten ein Vielfaches an Nährstoffen und können kostenlos gesammelt beziehungsweise aus vergleichsweise günstigen Bio-Saaten zu Sprossen (oder Microgreens) gekeimt werden. Aus Wildkräutern lassen sich Salate, grüne Smoothies oder Säfte herstellen. Reichlich Inspiration findest du auf dem Youtube-Kanal Roh Vegan am Limit.

Fazit

Ein eigener Selbstversorger-Garten sensibilisiert uns für das empfindliche Zusammenspiel der natürlichen Vorgange trägt zum Verbundenheits-Gefühl bei.

Eine 100%ige Selbstversorgung ist für die meisten von uns nicht realistisch, eine anteilige Selbstversorgung beispielsweise mit Obst und Gemüse hingegen schon. Der Anbau von “Kalorienbringern” wie Getreide und Ölsaaten ist für Laien nur schwer zu schaffen.

Besonders einsteigerfreundliche Pflanzen sind beispielsweise: Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Rhabarber, Holunder und Kräuter wie Petersilie, Rosmarin, Minze und so weiter.

Wenn du die oben genannten Ratschläge beherzigst, steht deinem Selbstverorgergarten nichts mehr im Weg! Hol also Spaten und Schaufel und leg einfach los.

Mit welchen Pflanzen startest du? Hast du noch Fragen? Schreib es gerne in die Kommentare. 🙂

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.