Mit einer Solarbewässerung lässt sich nicht nur Geld und Strom sparen, es können auch dort Pflanzen automatisch gegossen werden, wo es keinen Stromanschluss gibt.

Eine Solar-Bewässerungssystem ist ein autarkes System, dass kaum bis keine Ressourcen von außen benötigt. Der Akku zur Betreibung der Pumpe und des Steuerungscomputers wird über das Solarpanel aufgeladen. Außerdem wird kein Wasseranschluss benötigt, denn das Wasser wird aus einem Behälter gepumpt. Bei allen vorgestellten Modelle ist eine Regentonne von 1,5 bis 2m Höhe einsetzbar, die sich selbst mit Regenwasser befüllt.

Genieße gesunde Pflanzen im Garten, auf dem Balkon und der Terasse – unabhängig davon wie lange du in Urlaub fährst oder wie oft du auf Geschäftsreise bist. Aber auch wenn du zuhause bist, kannst du das Solar-Bewässerungssystem für dich arbeiten lassen und dich entspannt zurücklehnen. 🙂

In diesem Artikel zeigen wir dir die 4 besten Solar-Bewässerungssysteme und wofür sie am besten geeignet sind. Wenn es entsprechende Tests zu den Modellen gibt, werden diese verlinkt.

Vor- und Nachteile von Solar-Bewässerungssystemen

  • Netzunabhängig dank Solarbetrieb
  • kein Wasseranschluss notwendig (Modelle mit Wasseranschluss sind meist ausschließlich batteriebetrieben ohne Solar)
  • Ansaugen aus beliebigen Vorratsbehälter (z.B. Regentonne)
  • regelbare Bewässerungsmenge und -Intervalle
  • Bei Tröpchenbewässserung – Bewässerung direkt am Erdreich was Verdunstungsverluste minimiert – 2-5cm über der Erde um Verstopfungen zu vermeiden
  • Die einzelnen Tropfstellen können individuell platziert und der Schlauch je nach Bedarf zugeschnitten werden. Schlauch am besten vor Ort zuschneiden.
  • flexibel erweiterbar – einfach vom Schlauch, Tropfer und Verteiler nachkaufen im Baumarkt oder online, falls die Länge nicht reicht (Schlauchdicke beachten).
  • langlebig dank austauschbarem Akku (bei allen vorgestellten Modellen)

  • Bewässerungsleistung ist gegenüber netzstrombetriebenen Anlagen teilweise eher gering
  • kein Regensensor oder Bodenfeuchtigkeitssensor wie bei professionellen Bewässerungscomputern wie hier* und hier* (Gefahr der Überwässerung)

Unser Ranking: Die 4 besten Solar-Bewässerungssysteme

Esotec WaterDrops – Tröpfchenbewässerung für bis zu 15 Pflanzen

Das Esotec WaterDrops System ist der ideale Einstieg in die automatisierte Bewässerung für kleine bis mittlere Gärten. Mit den 15 Tropfern können bis zu 15 Pflanzen bewässert werden. Das 5m Versorsgungsschlauch (von der Pumpe zu den Pflanzen) ist etwas knapp bemessen aber ausreichend für beispielsweise ein kleines Beet, 2 Hochbeete, Balkon oder Terasse.

Die Steuereinheit ist mit dem 1Wp/6V-Solarmodul verbunden, welches den austauschbaren NiMh-Akku auflädt (3,6V/1200mAh). Die Pumpe hat eine Saughöhe von 2m, kann also Wasser aus einer 2m tiefen Regentonne befördern.

Der Bewässerungscomputer ist so eingerichtet, dass die Pflanzen morgens und abends automatisch bewässert werden. Die Bewässerungmenge wird wiederum über die Dauer geregelt: 30 Sekunden bis 12 Minuten in 6 Stufen einstellbar. Auf der höchsten Stufe wird morgens und abends maximal 6l Wasser gegossen. Also 12l am Tag bzw. täglich 800ml pro Tropfer und Pflanze. Die Fördermenge liegt bei 26l/h.

Das besondere bei den Esotec Solar-Bewässerungssystemen ist der Wasserstandssensor, auch Schwimmer genannt. Dadurch wird das System bzw. die Pumpe automatisch gestoppt, wenn der Wasserstand im Wasserbehälter zu niedrig ist.

  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • sehr gute Pumpleistung und ausreichende Wasser menge pro Tropfer/Pflanze
  • Pumpe wird automatisch gestoppt, wenn der Wasserstand zu gering ist
  • Trockenlaufschutz für die Pumpe
  • automatisches Bewässern morgens und abends

  • Steuermodul ist etwas sperrig, enthält dafür ein praktisches Zubehörfach. Durch die Trennung vom Solarmodul kann das Steuermodul versteckt angebracht werden.
  • keine Alternative zur zeimal-täglichen Bewässerung (nicht nur einmal täglich oder alle 2-3 Tage möglich)
  • geringe Tropfer/Pflanzenanzahl

Gardena AquaBloom Set – Tröpfchenbewässerung für Balkon-, Kübelpflanzen, Kräuterregale und Blumenampeln

Das Gardena AquaBloom Set kommt mit einem schicken, modernen Design daher: Denn Steuereinheit, Pumpe und Solarmodul sind in einer kompakten Einheit kombininert. Es kann mit 20 Tropfern bis zu 20 Pflanzen versorgen. Die Steuereinheit ist batteriebetrieben mit wiederaufladbare 3x Akku-AA-Batterien à 2400mAh. Das Solarmodul hat eine Leistung von 1Wp/6V.

Besonders hervorzuheben ist der lange Verteilerschlauch von 20m und dass die Pumpe dass Wasser problemlos 4 Meter hochpumpen kann. Um den Schlauch gleichmäßig 2-5cm oberhalb des Erdreichs anzubringen gibt es 15 Rohrhalter. Die 8-T-Stücke ermöglichen das Aufzweigen des Schlauchs und die 8 Verschlussstopfen schließen offene Schlauchenden ab.

Damit ist dieses System optimal für größere Balkone und Terassen geeignet, die beispielsweise hohe Kräuterregale oder Blumenampeln im Einsatz haben (siehe Artikel zum Vertikalen Garten). Die Pumpe sollte allerdings nur etwa 1,5 Meter über dem Wasserbehälter platziert werden.

Auch die Bewässerungsintervalle und -Dauer können in 14 Bewässerungsprogrammen individuell gewählt werden. Entweder 2 mal täglich, täglich, alle 2 oder 3 Tage (12h-72h) für eine Bewässerungsdauer von etwa 5 – 35min. Die maximale tägliche Bewässerungsdauer ist 35min/24h und die maximale tägliche Bewässerungsmenge 300ml/Tropfer (6l/24h). Die Fördergeschwindigkeit liegt bei 10l/h.

Kritikpunkte an diesem System sind: Der fehlende Wasserstandssensor. Wenn der Behälter leer ist, startet die Automatik trotzdem. Außerdem ist die maximal Wassermenge je Tropfer von 300ml pro Tag relativ gering. Zwar können theoretisch 20 Pflanzen versorgt werden. In den heißen Sommermonaten dürften die 300ml pro Pflanze aber knapp werden, sodass mehrere Tropfer für wasserbedürftige Pflanzen platziert werden sollten. Für Balkone, Kräuterregale und Blumenampeln ist dieses System der optimale Einstieg, gerade Kräuter und Blumen haben ohnehin einen relativ geringen Wasserbedarf, so dass die Tropfer für 20 Pflanzen ausreichen könnten.

Einen Video-Testbericht findest du hier.

  • kompakten Kontrolleinheit: Pumpe, Solarpanel und Bewässerungssteuerung mit Batterie in Einem
  • Wasser kann weit hochgepumpt werden (4m), besonders geeignet für Kräuterregale oder Hängeampeln
  • besonders langes Verteilerkabel
  • große Auswahl an Bewässerungsprogrammen

  • nur etwa ein Drittel der Förderleistung von Esotec WaterDrops (oben)
  • recht geringe Wassermenge von 300ml/Tag pro Tropfer. Kann v.a. im Sommer knapp werden. Allerdings können auch mehrere Tropfer bei Pflanzen mit hohem Wasserbedarf platziert werden
  • ggf. zu wenig tropfer und Rohrhalter für den ganzen Balkon
  • kein Schwimmer enthalten, der dem System meldet, wenn der Wassertank leer ist (Pumpe läuft einfach weiter)

blumfeldt Greenkeeper – Tröpfchenbewässerung für bis zu 40 Pflanzen

Das blumfehldt Greenkeeper ist die optimale Wahl, wenn dein Garten etwas größer ist oder du planst, dass er größer wird. Bis zu 40 Pflnazne (40 Tropfer) können versorgt werden.

Genauso wie beim Modell Esotec WaterDrops sind Steuermodul und Pumpe kombiniert und das Solarpanel ist separat. Das hat den Vorteil, dass das Steuermodul eher versteckt werden kann, während das kleine Solarmodul sichtbar an einen Sonnenplatz platziert wird. Das Steuermodul enthält einen austauschbaren Lihtium-Ionen-Akku mit einer Leistung von 3,6V/1300mAh.

Die 12V-Pumpe hat eine besonders hohe Fördergeschwindigkeit von 120l/h (2l/min), maximal können 14l Wasser pro 24h gegossen werden, was pro Tropfer einer maximalen Wassermenge von 900ml pro Tag entspricht (2l/min * 9 min * 2 (12h-Takt)).

Die Bewässerungsprogramme können ähnlich flexibel wir bei Gardena AquaBloom eingestellt werden. Im Takt von 12h bzw. 1-15 Tagen entweder eine kurze Erfrischung von 10-50 Sekunden oder eine tiefe Bewässerung von 1-9 Minuten.

Fazit: Das blumfeldt kombiniert die Vorteile des Esotec WaterDrops mit denen von Gardena AquaBloom. Die hohe Wassermenge von 900ml pro Tropfer pro Tag ist sehr gut und kann auch anspruchsvolle Pflanzen im Sommer gut versorgen. Mit einer Förderhöhe von 3m ist es grundsätzlich auch für Kräuterregale geeignet. Sehr gut ist auch, dass die Bewässerungsprogramme so flexibel sind und nicht jeden Tag gegossen werden muss. Bei der Pflanzenbwässerung gilt, dass es grundsätzlich besser ist, alle paar Tage eine größere Menge zu gießen, als jeden Tag ein bisschen. Der Verteilerschlauch von 12 bzw. 18m (es gibt 2 Schläuche mit 2 Dicken) ist für die meisten Zwecke ausreichend.

  • perfekt für ein Beet mit 2 Reihen à 20 Pflanzen
  • hohe Flexibilität bei den Bewässerungsprorgammen

  • wenige Verzweigungen möglich, es gibt nur 2 Hauptzweigungen z.B. für 2 Beetreihen. Für mehr Flexibilität dienen diese T-Stücke* als Ergänzung, sowie dieser Extra-Schlauch*. Alternativ ermöglicht das Bewässerungssystem esotec WaterDrops Pro 101120* von Haus aus 5 Reihen statt nur 2.

Esotec WaterSprinkle Pro – Gartenbewässerung mit bis zu 6 Wasser-Sprinkler

Der Esotec WaterSprinkle Pro bietet eine interessante Alternative zur Tröpfchenbewässerung: Sprinkler versorgen in einer Kreisberegnung eine viel größere Fläche (etwa 80cm) gleichmäßig mit Wasser als Tropfer.

Dadurch können schätzungsweise bis zu 30-40 Keinpflanzen aufgrund der hohen maximalen Wassermenge von 34 Litern pro Tag (jeweils morgens und abends 17l bzw. 5,6l pro Sprinkler pro Tag) aber auch Sträucher, Gemüse und Bäume versorgt werden. Die Bewässerung startet automatisch morgens und abends. Die Wassermenge kann abgestuft von 0,5 bis 8 Minuten flexibel eingestellt werden.

Passend zu der höheren Wasserversorgung ist auch die Leistung der Komponenten höher: Das Solarmodul hat eine Leistung von 12V/3,5Wp und der auswechselbare NiMh-Akku 7,2V/1500mAh.

Ähnlich wie der Esotec WaterDrops ist bei diesem Modell, das Solarmodul mit einem 3m-Kabel separat vom Steuermodul angebracht. der 2m Ansaugschlauch aus einem Wasserbehälter und 8m Zuführschlauch zu den Pflanzen ermöglichen ausreichend Freiraum bei der Gartengestaltung. Noch mehr Flexibilität bei ähnlich hoher Wassermenge bietet das Esotec WaterSpray Pro*, dass mit 20 Nebelregnern, 28l Wasser pro Tag und insgesamt 25,5m Zuführschlauch daherkommt.

  • hohe Bewässerungsmenge möglich
  • gleichmäßige flächige Bewässerung ermöglicht die Versorgung von mehr und größeren Pflanzen
  • Pumpe wird automatisch gestoppt, wenn der Wasserstand zu gering ist
  • Trockenlaufschutz für die Pumpe
  • automatisches Bewässern morgens und abends

  • relativ kurzer Zuführschlauch von 8m, kann allerdings problemlos verlängert werden
  • keine Alternative zur zeimal-täglichen Bewässerung (nicht nur einmal täglich oder alle 2-3 Tage möglich)
  • nicht geignet für: Balkon, Terassen, Kübelpflanzen

Wie funktioniert ein Solar-Bewässerungssystem?

Ein Solar-Bewässerungssystem besteht aus folgenden Einheiten:

  • Eine Steuereinheit, dessen Akku/Batterie über ein Solarmodul aufgeladen wird. Es können bestimmte Bewässerungsintervallen und Dauer der Bewässerung eingestellt werden.
  • Eine Pumpe, um das Wasser aus einem Wasserbehälter (z.B. Regentonne) zu befördern
  • Verteilerschlauch, der das gepumpte Wasser zu den Pflanzen befördert
  • Tropfer (Tröpfchenbewässerung) oder Sprinkler, die das Wasser aus dem Schlauch an die Pflanzen abgeben
  • Verzweigungselemente, sogenannter T-Teiler, um den Verteilerschlauch zu verzweigen
  • Verschlussstopfen, um offene Schlauchenden zu schließen und das Wasser nur an den Tropfern/Sprinklern rauskommt

Der Akku des Steuerelements wird geladen sobald die Sonne scheint, somit ist das System auch betriebsfähig wenn gerade keine Sonne scheint. Je nach eingestelltem Zeitintervall wird 2 mal täglich oder in einem Rhytmus von 1-15 Tagen für eine bestimmte Dauer bis zu 12 Minuten (je nach Modell) bewässert. Bei allen Modellen gibt es einen langen Verteilerschlauch der immer dort, wo ein Tropfer/Sprinkler stehen soll, durchtrennt wird. Das macht man also “on the go” wie man es braucht und wo die Pflanzen stehen.

Steuerelement mit den Anschlüssen (von links): Pumpe, Verteiler, Wasserstandssensor, Stromanschluss (Solar) (Quelle: YouTube)

Tropfer gibt Wasser an Pflanze ab (Tröpfchenbewässerung) (Quelle: YouTube)

Die Pumpe enthält einen Filter, sodass grobere Stücke nicht in das System gelangen und es verstopfen könnten. Auch kleine Knicke im Verteilerkabel oder an den Ausgängen der Tropfer/Sprinkler können den Wasserfluss blockieren. Achte also darauf, dass alles frei ist und wie geplant fließt.

Einige Modelle (z.B. die von Esotec) haben einen Sensor, der Bewässerung 2 Mal am Tag startet und zwar bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Das hat den Vorteil, dass nicht in der prallen Mittagssonne gegossen wird, wodurch das Wasser schnell verdunsten und die Pflanzen Schaden nehmen könnten. Das kann bei anderen System manuell sichergestellt werden.

Außerdem haben die Esotec-Modelle einen Wasserstandssensor, auch Schwimmer genannt. Sobald zu wenig Wasser im Behälter ist, wird das System gestopt und geplante Gießvorgänge nicht mehr gestartet. Bei Systemen ohne so einen Sensor läuft die Pumpe einfach weiter an. Nicht weiter schlimm aber unnötig.


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Tröpfchenbewässerung vs. Sprinkler-Bewässerung

Bei den automatischen Bewässerungssystemen gibt es vor allem 2 Formen der Bewässerung: Die Tröpfchenbewässerung und die Sprinkler-Bewässerung.

Beide sind fest installiert und bieten einen deutlichen Komfortsprung gegenüber der Gießkanne. Das Wasser wird zu bestimmten Zeitintervallen in einer bestimmten abgegeben, um hält den Boden gleichbleibend feucht. Die dünnen Schläuche beider Systeme sind grundsätzlich sensibel für Frostschäden, wenn sie im freien Garten oder dem Balkon eingesetzt werden. Im Innenbereich oder im Gewächshaus spielt das keine Rolle. Beim Einsatz im Freien sollte das System im Winter abgebaut und frostfrei gelagert werden.

Die Tröpfchenbewässerung gibt, wie der Name schon sagt, tröpchenweise Wasser an punktuell an bestimmten Stellen ab. Durch die bodennahe Befeuchtung direkt am Erdreich werden Verdunstungsverluste minimiert. Das eignet sich besonders bei Balkonen, Kübelpflanzen, Hochbeeten oder normalen Beeten. Es können nur etwa so viele Pflanzen bewässert werden wie Tropfer zur Verfügung stehen. Bei Systemen mit eher schwacher Leistung braucht man zum Teil sogar mehrere Tropfer pro Pflanze.

Die Sprinklerbewässerung, auch Beregnungsanlage oder Sprühnebeldüsen genannt, ahmt den natürlichen Regenfall nach. Der Boden wird flächig und gleichmäßig befeuchtet. Damit können z.B. mehr Pflanzen bewässert werden als bei der Tröpchenbewässerung. Man braucht aber gleichförmige, ebene Beete und es nicht für Balkone oder Kübelpflanzen geeignet. Für Hochbeete, normale Gartenbeete oder Gewächshäuser ist es sehr gut geeignet. Die meisten Sprinkler haben einen Radius von etwa 80cm. Der Radius kann variiert werden je nach dem wie tief der Sprinkler in der Erde steckt.

Worauf ist beim Kauf eines Solar-Bewässerungssystems zu achten?

  • leistungsstarkes Solarpanel und Batterie/Akku
  • Für welchen Einsatzzweck wird das Solar Wasserpumpe benötigt und ist es dafür geeignet?
    • Anzahl Pflanzen (aktuell und zukünftig),
    • Einsatzort, z.B. Balkon oder Gewächshaus,
    • Höhe der Pflanzen und Pumphöhe des Bewässerungssystems (z.B. Kräuterregal oder flaches Beet)

Die Alternative zur Solar-Bewässerungssystem – automatisches Bewässerungssystem mit Netz-Stromanschluss bzw. professionelle Bewässerungscomupter mit Wasseranschluss

Der Vollständigkeit halber seien noch zwei mögliche Alternativen zum Solar-Bewässerungssystem genannt. Das sind:

  1. Ein automatisches Bewässerungssystem mit Netz-Stromanschluss und ebenfalls ohne Wasseranschluss (mit Wasserbehälter), z.B. das Gardena city gardening*
  2. Ein professioneller Bewässerungscomputer, der außen am Haus am Wasseranschluss angebracht wird, z.B. das Gardena MultiControl*.

Alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und können grundsätzlich Zimmerpflanzen, Balkon, Terasse, Garten, Gewächshaus usw. versrogen. Das Solar-Bewässerungssystem ermöglicht die größtmögliche Unabhängigkeit und versorgt sich im Prinzip von alleine, wenn die Wasserzufuhr z.B. der Regentonne ebenfalls von selbst läuft.

Ein “richtiger”Bewässerungscomputer kann hingegen die Bodenfeuchtigkeit messen und die Bewässerungsintervalle können auf wochentagsbasis viel feiner eingestellt werden. Also beispielsweise keine Bewässerung am Wochenende, wenn man mehr Zeit im Garten verbringt.

Ein automatisches Bewässerungssystem mit Netz-Stromanschluss ist ideal für Zimmerpflanzen und als Urlaubsüberbrückung geeignet. Im Zimmer würde das Solarmodul vermutlich nicht genug Sonne bekommen und hier ist der Stromanschluss sowieso vorhanden, was auf dem Balkon oder Terasse nicht immer der Fall ist.

Wo kann man Solar-Bewässerungssysteme kaufen?

Es gibt sehr viele Hersteller und Marktplätze zum Erwerb einer Solar-Bewässerungsanlage, die hier zur Übersicht aufgezählt werden. Die wichtigsten Systeme und Unterschiede habe ich oben aufgelistet.

Hersteller:

  • Gardena
  • Esotec
  • Greenkeeper
  • Blumfeldt
  • Mauk
  • Hillvert

Marktplätze:

  • Amazon.de
  • Dehner.de
  • Obi.de
  • Beckmann-kg.de

Solar-Bewässerungsanlage selber bauen

Mit wenigen Kniffen ist es auch ganz einfach möglich, eine Solar-Bewässerungssystem selber zu bauen, wie in folgendem Video gezeigt wird:


Das Video wird von YouTube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier.

Folgende Bauteile werden benötigt:

Rein von den Kosten her sparst du hier kein Geld, wenn du das System selber baust. Allerdings verstehst du die Funktionsweise besser, kannst Einzelteile besser austauschen, das System erweitern und hast hoffentlich eine Menge Spaß. 🙂

Häufige Fragen

Kann ein bestehendes Set erweitert werden?

Grundsätzlich ist es möglich ein bestehendes Set zu erweitern. Dazu wird einfach dieselbe Schlauchstärke sowie T-Teiler und Tropfer/Sprinkler aus dem Baumarkt besorgt. Grundsätzlich ist die Pumpleistung jeweils auf die Größe des Systems ausgelegt und kann bei einer Erweiterung an ihre Grenzen kommt und nicht genügend Wasser ankommt. Es kann also besser sein, ein zweites System zu kaufen statt eines zu erweitern.

Fazit

Ein Solar-Bewässerungssystem versorgt sich nahezu vollständig selbst und ermöglicht eine langlebige und robuste Bewässerung der Pflanzen auf Balkon, Terasse, Garten oder Gewächshaus. Welches System für dich das richtige ist, hängt vor allem vom Einsatzzweck und der Anzahl an Pflanzen ab.

Es ist definitv mehr als eine kleine Spielerei als Urlaubsüberbrückung!

Mein Wunsch wäre dennoch, dass in Zukunft Solarbetriebene Bewässerungssysteme mit professionellen Bewässerungscomputern kombiniert werden, die noch mehr Einstellungen bei der Bewässerung auf Wochentagsbasis bieten und vor allem die Bodenfeuchte messen.

Auch wäre es wünschenswert, dass die Schläuche, Tropfer und Verbindungssteile mehr standardiisert würden, so dass die Erweiterung eines Systems einfacher ist. Zum Glück ist es aber auch schon jetzt möglich, einfach mit einem Stück abgeschnittenem Schlauch in den Baumarkt zu gehen und nachzukaufen.

4 Kommentare zu „Solar-Bewässerungssystem – automatisch gießen ohne Strom oder Wasseranschluss“

  1. Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einer Rain Bird Bewässerungsanlage. Dabei ist es gut zu wissen, dass dies auch über Solar möglich ist. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.

  2. Wir haben bei uns eine Rain Bird Bewässerungsanlage einbauen lassen. Allerdings überlegen wir, wie wir das Ganze nachhaltiger gestalten können. Daher ist es gut zu wissen, bei Solarsystemen kein Wasseranschluss benötigt wird.

  3. Ich war schon seit einiger Zeit auf der Suche nach mehr Informationen zum Solar-Bewässerungssystem. Dieser Artikel ist sehr informativ. Ich denke, ich habe jetzt genug Informationen gesammelt.

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