Sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zum Kauf eines Notfallradios, auch Kurbelradio genannt. Im Falle einer Katastrophe können Teile der Bevölkerung von der Informationsversorgung abgeschnitten sein und ein Kurbelradio kann Abhilfe schaffen.

In diesem Artikel zeigen wir dir was ein Kurbelradio ist, über welche Ausstattung es verfügt, welche Modelle besonders empfehlenswert sind und worauf du beim Kauf achten solltest.

Kurbelradio – was ist das?

Ein Kurbelradio, auch Dynamoradio oder Taschenradio genannt, ist für den Einsatz ohne externe Stromquelle ausgelegt. Du kannst damit also unterwegs beim Wandern, Campen oder Angeln ohne Stromanschluss Radio hören.

In der heutigen Zeit besitzt kaum noch jemand ein Radio als eigenes Gerät. Wieso auch, wenn Smartphone und Websites genauso gut als Radio funktionieren?

Ein Kurbelradio kann in vielen Situationen von Vorteil sein, da es ganz ohne Stromanschluss per Kurbel, Solarpanel oder, falls es mal schnell gehen soll, auch mit Batterien betrieben werden kann. Damit ist es ideal für jede Outdoor-Aktivität wie Wandern, Campen, auf der Baustelle im Garten, aber auch für Bushcrafter geeignet. Wie der Name schon sagt, dient ein Notfallradio auch dazu in Krisensituationen oder Notfällen über die aktuelle Lage zu informieren. Die Gefahr ist in Deutschland und Europa zwar eher gering, aber es ist immer gut vorbereitet zu sein.

Wie funktioniert ein Kurbelradio?

Ein Kurbelradio hat in der Regel mehrere Stromquellen. Zum einen einen Dynamo, der durch eine Kurbel betrieben wird und den Akku auflädt. Auch ein kleines Solarmodul und ein Micro-USB-Anschluss zählt zur Standardausstattung und damit kann man den Akku aufladen.

Einige Kurbelradios können neben dem verbauten Akku zusätzlich mit Batterien betrieben werden. Dazu kommen praktische Zusatzfunktionen, die besonders für den Outdoor-Einsatz gedacht sind: Taschenlampe, SOS-Alarmsignel, Trageband usw.

Ansonsten funktioniert ein Kurbelradio wie ein gewöhnliches Radio. Es empfängt UKW (Ultrakurzwellen), auch FM/AM genannt, und können damit die gängigen Radiosender empfangen. Kurbelradios mit Weltempfänger oder DAB+ sind eher selten, können bei manchen Modellen gegen Aufpreis installiert werden (z.B. beim Sangean MMR-88).

Unser Ranking: Welches ist das beste Kurbelradio – 3 beliebte Modelle im Vergleich

Solar Crank CR1009 Kurbelradio – bestes Preis-Leistungsverhätltnis

Das Solar Crank Kurbelradio* bietet für seine knapp 64 Euro (Stand Mai 2020) besonders viele Funktionen. Es bietet es einen leistungsstarken Akku mit 5500 mAh, welcher ausgetauscht werden und andere Geräte per USB aufladen kann. Außerdem ist auch ein Batteriebetrieb (AAA) möglich. 

Mit 422g ist dieses Gerät aber kein Leichtgewicht. Der Kompass am Gurt ist ein praktisches Extra, das nicht viele Geräte bieten.

Kundenmeinung: 86% der Kunden sind sehr zufrieden und vergeben 4 bis 5 Sterne. Es wird als gutes Outdoor-Radio beschrieben, denn für die Einsatz als Zimmerradio ist die Standard-Lautsärke bereits zu laut (Stand: 10/2021)

Vorteile:
  • besonders leistungsstarker & austauschbarer Akku
  • Powerbank-Funktion (USB-Anschluss zum Aufladen anderer Geräte)
  • Solarpanel
  • Batteriebetrieb möglich
  • Taschenlampe, Leselampe & SOS-Alarm
  • Trageband & Karabinerhaken für einfachen Transport
  • gute Tonqualität
Nachteile:
  • etwas schwer (422g)

SAPE Kurbelradio – das Leichtgewicht

Die Besonderheiten des wasserdichten SAPE Kurbelradios* liegen beim geringen Gewicht von 270 Gramm, vor allem im Verhältnis zur Größe (155 x 75 x 46 mm).

Die leistungsstarke Powerbank mit 2000 mAh liefert bis zu 10 Stunden Strom und kann über USB auch weitere Geräte wie Smartphone oder Tablet aufladen. Der Akku kann per USB-Kabel, Solar oder Kurbel aufgeladen werden. Auch ein Batteriebetrieb (AAA) ist möglich. Leider kann der Akku nicht ausgetauscht werden, was aber aufgrund der Möglichkeit zum Batteriebetrieb in Ordnung ist.

Sowohl die Taschenlampe als auch die LED-Leselampe haben eine starke Leuchtkraft (4 LED). Eine Besonderheit für den Preis von etwa 53 Euro (Stand Oktober 2021) ist der SOS-Alarm/Notfall-Signalton. 

Kundenmeinungen: Rund 80% sind sehr zufrieden und haben das Radio mit 4 bis 5 Sternen bewertet. Ein paar wenige kritisieren, dass der Empfang des Radios nicht so gut sei (Stand: 10/2021)

Vorteile:
  • wasserdicht
  • solider Akku mit Powerbank-Funktion
  • Solarpanel
  • Batteriebetrieb möglich
  • Taschenlampe, Leselampe & SOS-Alarm
  • klein, kompakt und leicht
  • gute Tonqualität
Nachteile:
  • fest eingebauter Akku, dafür aber Batteriebetrieb möglich
  • kein Weltempfänger

Sangean MMR-88 – Premium-Notfallradio mit DAB-Empfang

Das Sangean-MMR-88-Kurbelradio* bietet für knapp 119 Euro (Stand: 10/2021) ein paar interessante Funktionen, die sonst nur sehr wenige Kurbelradios bieten. Es enthält ein beleuchtetes Display, Kopfhöreranschluss, automatische Sendersuche und ein Trageband. Gegen Aufpreis kann es sogar mit DAB+-Empfang ausgestattet werden, um noch mehr Sender empfangen zu können.

Der Akku ist austauschbar, kann andere Geräte aufladen, bietet aber mit 850 mAh eine vergleichsweise geringe Kapazität, vor allem für den hohen Preis. Außerdem ist kein Batteriebetrieb möglich. Das Radio bietet also durchdachte Funktionen für mehr Komfort aber im Puncto Stromversorgung müssen Abstriche gemacht werden.

Kundenmeinungen: 75% der Kunden sind sehr zufrieden mit diesem Notfallradio. Einige beklagen die etwas lange Ladezeit des Akkus.

Vorteile:
  • Aufladbar per Kurbel, Solar, oder leistungsstarkem DC-Eingang
  • Powerbank-Funktion
  • Trageriemen
  • austauschbarer Akku
  • gute Tonqualität
Nachteile:
  • kein Spritzschutz
  • kein Batteriebetrieb möglich
  • etwas unhandlich
  • etwas geringe Akkukapazität

Du brauchst noch mehr Infos zu den Modellen?

In diesem Video werden folgende Radios gezeigt und verglichen (ab 2:35):


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Laufzeit – Wie lange muss ich beim Kurbelradio kurbeln?

Bei den meisten Kurbelradios kannst du für eine Minute kurbeln etwa 20 Minuten bis eine Stunde bei mittlerer Lautstärke Musik hören. Das durchschnittliche Solarmodul lohnt sich da etwas weniger. Nach etwa 5 Stunden Ladezeit liefert es für 30 Minuten Strom.

Wenn neben dem Radiolauschen selbst noch die Taschenlampe benutzt wird oder andere Geräte aufgeladen werden, wird die Akkuladung entsprechend schneller verbraucht.

Die Laufzeit hängt vor allem vom eingesetzten Akku und dessen Qualität und Laufleistung ab. Tipp: Der Akku sollte eine Kapazität von mindestens 600 mAh haben, besser deutlich mehr. Außerdem sollte er austauschbar sein. Im Falle eines Defekts oder einer Akku-Schwäche kann er so einfach ausgetauscht werden. Der Akku lädt dann wieder schneller und es muss weniger gekurbelt werden.

Für welche Einsätze eignet sich ein Kurbelradio?

Vielleicht denkst du ein Kurbelradio ist altmodisch und es gibt heute bessere Technologien? Kurbelradios haben gegenüber dem Smartphone entscheidende Vorteile, die sich vor allem bei Outdoor-Aktivitäten und Notfallsituationen bemerkbar machen.

Notfall- und Krisensituationen

Es ist paradox: In unserer modernen Zivilisationsgesellschaft hat kaum einer Angst vor Notsituationen und hält sie für äußerst unwahrscheinlich. Aber ist das wirklich so? Am Beispiel der Stromversorgung erkennen wir wie anfällig unser System tatsächlich für einen Totalausfall ist. In dem beliebten Roman Blackout wird das eindrücklich beschrieben. Solche Szenarien wünscht sich keiner, umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein. Ein Kurbelradio sollte daher in keinem Fluchtrucksack fehlen. Es kann autark Strom erzeugen und überall Radiosender empfangen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Camping und Wandern

Beim Camping und Wandern ist ein robustes, wetterfestes Radio von Vorteil. Vor allem wenn es gleichzeitig eine Taschenlampe, Leselampe und Powerbank-Funktion enthält. Gerade für abenteuerliche Wanderungen oder Camping im Wald ist auch das SOS-Alarmsignal sehr sinnvoll. Allerdings ist bei Wanderungen wiederum auf ein möglichst geringes Gewicht zu achten, da kommt es auf jedes Gramm an.

Bushcraft, Prepper und Überlebenskünstler

Survival ist voll im Trend. Nicht erst seit der beliebten 7 vs. Wild Serie. So oder so: Überlebenskünstler und Prepper wollen mit möglichst wenig Gegenständen für lange Zeit gut in der Wildnis überleben. Da bietet sich ein Notfallradio durchaus an, weil es so viele Funktionen in einem Gerät vereint. Außerdem ist Radiolauschen ein guter Zeitvertreib, wenn es alleine unterwegs mal langweilig wird.

Garten

Auch für den Garten ist ein Notfallradio gut geeignet. Denn es ist wetterfest und kann sich über die Sonne selbst wieder aufladen. Schwere Arbeit lässt sich mit Musik einfach besser verrichten.

Baustelle

Nicht auf jeder Baustelle hat man die Möglichkeit ein Radio an die Steckdose anzuschließen. Außerdem ist auf einer Baustelle auch mal viel Dreck und Schlamm, was nicht jedes Radio gut verträgt. Ein Kurbelradio ist weitestgehend stromautark und so robust, dass man sich keine Sorgen machen braucht, wenn es mal etwas mehr Schmutz abbekommt.

Funktionen eines Kurbelradios

Was zählt zur Standard-Austattung eines Kurbelradios?

Kurbel? Solar? Taschenlampe? USB? Was zählt denn zur Standardaustattung eines Kurbelradios, welches auch die besonders günstigen Modelle bieten?

Dazu zählt:

  • die Kurbel – wie bei einem Dynamo wird der Akku per Muskelkraft aufgeladen,
  • eine ausziehbare Teleskopantenne – empfange Radiofrequenzen im Bereich AM, FM und WB,
  • und die manuelle Sendersuche,
  • ein Micro-USB-Anschluss (zum Aufladen des Akkus),

Ein Großteil der Notfallradios haben außerdem:

  • Sprüh- und Spritzwasserschutz (IPX3 Standard oder höher),
  • eine (oder mehrere) integrierte LED-Taschenlampe,
  • ein Solar-Panel zur Energiegewinnung,
  • und einen USB-Anschluss – nutze das Radio als Powerbank um andere Geräte (z.B. Smartphone oder Tablet) aufzuladen.

Was zählt zur Spezialaustattung eines Kurbelradios?

Die eher besonderen Eigenschaften mancher Kurbelradios sind:

  • Notfall-Signalton (Pfeife), Alarm-Signallicht (z.B. Muse MH-07DS*) – mache in Notsituationen auf dich aufmerksam, vor allem für Wanderungen und Survival-Touren geeignet,
  • Ultraschall-Hundepfeife (z.B. Midland ER-300*) – damit ein Rettungsteam mit Rettungshunden dich finden kann),
  • ein Kopfhörer-Anschluss,
  • automatische Sendersuche,
  • Kompass,
  • SD-Karten- oder USB-Eingang – höre deine Lieblingsmusik vom USB-Stick oder SD-Karte, wenn dein Handy schon längst keinen Strom mehr hat 😉 (z.B. Olycism Kurbelradio*)
  • und ein LCD-Display.
  • Auch die Möglichkeit des Batteriebetriebs sind eher selten. Die meisten Modelle können lediglich über den Akku betrieben werden.

Kaufkriterien – Darauf solltest du beim Kauf achten

Akku

Die Kapazität des Akkus sollte bei mindestens 600 mAh (Milli-Ampère-Stunden) liegen, besser deutlich mehr. Je höher die Kapazität, desto länger kann der Akku Strom liefern. Zum Vergleich: Die Kapazität einer AAA Batterie liegt bei 1100 mAh und bei einer AA Batterie bei 2500 mAh. Hier sparen also einige Hersteller womit der eigentliche Zweck eines Notfallradios etwas verfehlt ist. Ansonsten kannst du das Kurbelradio unterwegs auch mit einem kompakten Solar-Ladegerät aufladen.

Laufzeit

Je höher die Akku-Kapazität desto höher ist auch die maximale Laufzeit. Das SEPA Kurbelradio soll bei voll geladenem 2000mAh-Akku 10 bis 15 Stunden Laufzeit ermöglichen.

Energieversorgung

Die meisten Kurbelradios haben mindestens einen Akku als Energiequelle. Dieser kann aufgeladen werden über: Kurbel, USB-Kabel und meistens ein Solar-Panel.

Zusätzlich ermöglichen die meisten Radios per Schalter vom Akkubetrieb auf den reinen Batteriebetrieb umzustellen. Das heißt das Radio verfügt über ein Batteriefach, in dem meist 3 AAA-Batterien eingesetzt werden können. Diese Batterien können aber nicht von der Kurbel oder sonstigen Energiequellen aufgeladen werden. Es handelt sich um zwei getrennte Kreisläufe. Für maximale Flexibilität ist die Umstellung auf Batteriebetrieb sinnvoll. Allerdings sollte dieser Zusatz nicht auf Kosten anderer wichtiger Funktionen gehen, wie die Austauschbarkeit des Akkus.

Frequenzbereich – UKW, DAB oder Weltempfänger

Die meisten Notfallradios können, wie das klassische Radio, UKW (Ultrakurzwellen) und damit die gängigen Radiosender reibungslos empfangen.

Darüber hinaus gibt es einige Modelle die mit DAB/DAB+ Empfang ausgestattet sind. DAB steht für “Digital Audio Broadcasting Plus” das seit August 2011 als Übertragungsverfahren für digitale Antennenradios eingesetzt wird. Langfristig soll es den Empfang über UKW vollständig ersetzen. Einen Termin gibt es aber bis heute nicht, und dies ist in den nächsten Jahren auch nicht zu erwarten. Also keine Sorge, wenn du dir ein Kurbelradio mit UKW-Empfang kaufen möchtest!

Welche Vor- und Nachteile bietet DAB-Empfang?

Zwar bietet der Empfang per DAB ein stabiles Signal und bessere Tonqualität. Die digitale Sendung kann jedoch im Falle eines Stromausfalls innerhalb weniger Stunden abbrechen. In dieseme Falle wäre der eigentliche Zweck eines Notfallradios verfehlt: Die Informationsbeschaffung in Notfallsituationen!

Daher ist es empfehlenswert bei einem Notfallradio auf klassisches UKW zu setzten und ggf. DAB-Empfang zusätzlich für die bessere Tonqualität.

Was für DAB gilt, zählt auch für den Weltempfänger – er ist ein nettes Extra! Per Kurzwellen kann der Weltempfänger auch internationale Radiosender rund um den Globus empfangen.

Preis

Ein qualitatives und langlebiges Kurbelradio ist ab ca. 40 Euro erhältlich, welches die Standard-Austattung und einige Sonderfunktionen enthält (siehe oben). Je nach gewünschter Zustatz-Austattung liegt dann auch der Preis etwas höher.

Eine Preisuntersuchung der beliebtesten Kurbelradios zeigt, dass es viele Modelle schon ab 20 Euro gibt. DAmit macht man sich in den meisten Fällen aber keine langfristige Freude, weil grundlegende Funktionen fehlen oder das Gerät einfach nicht besonders langlebig und robust ist.

Gewicht und Größe

Ein wichtiges Kriterium ist ein geringes Gewicht. Besonders kleine und günstige Modelle wiegen teilweise sogar unter 200 Gramm. Hier kann das SAPE Kurbelradio überzeugen, weil es mit gerade mal 270 Gramm viele Funktionen bietet. Die meisten qualitativen Kurbelradios wiegen über 300 oder sogar 400 Gramm. Fürs Camping kein Problem. Beim Wandern ein wichtiger Punkt. 

Kunststoff

Vor allem bei günstigen Modellen sind die Kunststoffe meistens nicht besonders resistent gegenüber UV-Strahlungen und können ausbleichen oder sich verziehen. Da diese Effekte erst nach längerer Zeit auftreten liest oder hört man davon leider selten in entsprechenden Rezensionen (z.B. bei Amazon) oder Erfahrungsberichten auf YouTube.
Hier solltest du also einfach allgemein auf die Qualität des Geräts achten und es nicht unbedingt in die pralle Mittagssonne stellen.

Wie wahrscheinlich ist ein Katastrophenfall oder Stromausfall in Deutschland?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge rät dringend dazu für den Katastrophenfall wie Stromausfall, Überschwemmung, Verwüstung durch Stürme usw. vorzusorgen. Unser Strom und Versorgungsnetz ist sensibel und daher wird empfohlen einen Lebensmittelvorrat für mindestens 10 Tage anzulegen.

Rein technisch ist ein Stromausfall in Deutschland relativ unwahrscheinlich. Jüngste Überschwemmungs-Ereignisse im Ahrtal zeigen aber, dass es jeden unerwartet treffen kann. Durch den Klimawandel kann es häufiger zu schlecht vorhersehbaren Stürmen und Starkregen-Fällen kommen.

Welche Folgen hätte ein Stromausfall? Kein Licht oder TV ist offensichtlich. Aber wusstest du dass ohne Strom auch keine Tankstelle oder Dusche funktioniert? Ein wichtiger Schritt bei einem Stromausfall ist es daher die Badewanne volllaufen zu lassen oder möglichst viele Wasserflaschen zu füllen. Eine alternative Stromquelle für die Dauer des Stromausfalls ist ein Notstromaggregat. Bei einer Photovoltaik-Anlage ist ein USV-Speichersystem wichtig, denn damit kann man sich vorrübergehend vollständig vom öffentlichen Stromnetz entkoppeln und nur auf Eigenbedarf umstellen.

Im Katastrophenfall sind vor allem Informationen wichtig: Wann funktioniert der Strom wieder? Befinden wir uns im Krieg? Muss ich flüchten? Gibt es Sammelstellen oder humanitäre Hilfen? All diese Fragen können über Radiosender beantwortet und über dein Kurbelradio in jeder Lage empfangen werden.

Wissenswertes rund um Kurbelradios

Gibt es Tests von Stiftung Warentest zu Kurbelradios?

Unabhängige Tests sind eine wichtige Grundlage für die Kaufentscheidung. Leider gibt es noch keine Kurbelradio-Tests von Stiftung Warentest, auch nicht von Öko Test. Kunden-Rezensionen bei Amazon oder Erfahrungsberichte bei Youtube bieten aber Aufschluss ob die Geräte halten was sie versprechen

Kann ein Kurbelradio auf Kondensator umgebaut werden?

Wie bereits angesprochen ist bei vielen Kurbelradios der Akku eine Schwachstelle. Wird das Gerät lange Zeit nicht verwendet, kann sich die Akku-Kapazität durch Tiefenentladung außerdem weiter reduzieren. Eine Alternative zum Akku können daher Kondensatoren bieten, die beispielsweise häufig bei Digitaluhren verbaut werden. Kondensatoren können ähnlich wie Akkus elektrische Energie speichern und bei Bedarf abgeben. Der Vorteil ist dass Kondensatoren oft deutlich haltbarer sind und sich die Kapazität wesentlich langsamer verringert.

Ein eigenhändiger Umbau von Akku auf Kondensatorbetrieb ist möglich, sollte aber nur bei entsprechender Fachkenntnis durchgeführt werden. Außerdem ist sollte die Spannungswerte (Volt) des vorherigen Akkus oder des Batteriebetriebs nicht überschritten werden. Einen Erfahrungsbericht für einen solchen Umbau bei verschiedenen Kurbelradios findest du hier.

Fazit – lohnt sich ein Kurbelradio?

Ein qualitatives Kurbelradio sollte in keiner Prepper-Ausstattung und in keinem Fluchtrucksack fehlen. Aus unserer Sicht sollte vor allem auf einen hochwertigen Akku wertgelegt werden, wenn man lange Freude an einem Kurbelradio haben möchte.